Nach dem politischen Umbruch im Jahr 1848 schlossen sich mutige Männer von Alfter zusammen, um Arme und Schwache vor Freiheitskämpfern zu schützen. Als Ruhe und Ordnung wieder hergestellt waren, blieben diese Männer beisammen und gründeten auf Geheiß eines Uronkels unseres ehemaligen Brudermeisters Michael Hennes eine Schützenbruderschaft, die sich den Pfarrpatron von Alfter - den St. Hubertus - als Schutzpatron auserkoren.

 

Fürst Salm Reifferscheid, wohnhaft in Grevenbroich und begütert in Alfter übernahm damals die Schutzherrschaft über die junge Gesellschaft. Schon im Jahre 1850 wurde damals im Wald auf einer schweren Eiche der 1. Schützenkönig, Matthias Forschlach, ausgeschossen. Die Schützenfeste wurden als Volksfeste gefeiert, bei denen streng auf Ordnung und Anstand geachtet wurde. Den Vorsitz führte in dieser Zeit Hauptlehrer Linden. Als dann später seine Durchlaucht der Fürst dem Verein ein Grundstück als Schießstand zur Verfügung stellte, war das Schützenfest das erste Fest des Dorfes, an dem sich jung und alt beteiligten. Die Schießwaffe war damals ein Vorderlader Kaliber 12.

 

In den Kriegszeiten 1870/71 führten die Schützen eine Armenunterstützungskasse ein, woraus nicht nur die in Not geratenen Mitglieder, sondern auch andere Arme des Dorfes unterstützt wurden.

 

Eine der schwersten Zeit für die Schützen war die Zeit des Kulturkampfs in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Gerade in dieser Zeit bewährte sich der religiöse Sinn der Schützen. So geleiteten sie mit dem Gewehr bei Fronleichnahmsprozessionen das Allerheiligste durch Alfter. Auf Regen folgte auch Sonnenschein, davon zeugt ein Protokoll vom 04.01.1891. Herr Lehrer Linden hatte schon das Zeitliche gesegnet und an der Spitze der Schützen stand der Maurermeister Theodor Wieler aus Olsdorf. 1891 veranstalteten die Schützen ihren ersten Fastnachtsball, zu dem alle Schützen in Uniform mit Frauen und Bräuten zu erscheinen hatten. Auch wurden in diesem Jahr vier Schützenfeste besucht. Wie sehr auf Ordnung geachtet wurde, geht aus einem Protokoll hervor, wo ein Mitglied, das ein anderes beleidigt hatte, ins Parolebuch eingetragen wurde. Am Schluss einer jeden Versammlung wurde das Schützenlied "Schützen freie deutsche Brüder" gesungen, gedichtet und komponiert von Lehrer Linden.

 

Im Jahr 1895 bat Vorsitzender Theodor Wieler wegen seines Alters um Ablösung. Sein Nachfolger wurde Michael Hennes. In dieser Zeit musste der Verein mit jedem Pfennig rechnen. Das man damals sehr sparsam war, zeigt das Protokoll vom März 1895. Das Mitglied Zündorf hatte für seine Arbeiten auf dem Schützenplatz einen Tagelohn von 2,50 Reichsmark in Rechnung gestellt, welches von den Revisoren als zu hoch befunden wurde und so die Arbeiten dem Schützenbruder Max Pütz für 1,50 Reichsmark pro Tag übertrugen. Der Zimmermeister Adolf Faßbender übernahm das Fertigen und Aufstellen des Königsvogels für 0,70 Reichsmark pro Stück. Der Königsorden durfte aber 40,00 Reichsmark kosten.

 

Die meisten Mitglieder lebten nicht in rosigen Verhältnissen, wenn es aber galt, den Verein finanziell oder materiell zu unterstützen, war auf alle Verlass. Der Kirmesmontag war der Tag unseres Schützenfestes, auf dem auch ein prämierter Damenvogel ausgeschossen wurde.

 

Um auf auswärtigen Schützenfesten konkurrenzfähig zu bleiben, schaffte man neue Büchsen an und der Vorderlader wurde durch den Hinterlader abgelöst. Die Patronen dazu wurden von den Schützen selbst angefertigt.

 

Unter den Mitgliedern befanden sich viele ältere Herren. Darauf hin beschloss man, daß Mitglieder welche 60 Jahre alt waren und 25 Jahre der Gesellschaft angehörten, Ehrenmitglied wurden und somit vom Beitrag befreit, waren aber gehalten, dem Verein einen Beitrag „nach ihrem Ermessen zukommen" zu lassen.

 

 Im Jahr 1898 feierten wir unser 50-jähriges Jubelfest. Es wurde mit einem Fackelzug und einem Festkommers eröffnet und von vielen Bruderschaften besucht. Laut Protokoll muß das Fest ein voller Erfolg gewesen sein, denn die Kosten für unser Hubertusfest wurden voll von der Kasse übernommen.

 

Um 1900 wurde in Alfter eine neue Kirche gebaut. Aus diesem Anlass schenkte der Verein der Kirche ein neues Fenster, das den Schutzpatron Hubertus darstellt. Die Kosten beliefen sich auf 850,00 Reichsmark. Diese wurden zum Teil durch Spenden aufgebracht und jeder Schützenbruder zahlte 10,00 Reichsmark.

 

Im Jahr 1903 legte nach achtjähriger Tätigkeit als Präsident Michael Hennes sein Amt nieder und die Leitung des Vereins wurde in die Hände von Wilhelm Fischenich gelegt. Dieser war allerdings zu sparsam und trat 1904 sein Amt an Peter Schneider ab. Unsere Fahne wurde trotz Schulden von 134,00 Reichsmark für ca. 300,00 Reichsmark repariert.

 

1909 legte Peter Schneider sein Amt als Vorsitzender nieder. Übernommen wurde es von Adolf Kalscheuer.

 

1911 schon wurde Adolf Kalscheuer, obwohl wieder gewählt, von Wilhelm Fischenich abgelöst.

 

1912 übernahm Adolf Kalscheuer erneut die Führung des Vereins. Aus Sicherheitsgründen mußte die Schußlinie auf dem Schützenplatz geändert werden. Das dazu benötigte Land bekamen wir von S.D. Fürst Salm geschenkt. Die notwendigen Arbeiten wurden von den Schützen unentgeltlich geleistet. Auf dem Schützenplatz wurden Sauerkirschen angepflanzt. Aus der Ernte sollte die Vereinskasse belebt werden.

 

1914 übernahm Matthias Werner Hennes die Vereinsführung. Zum ersten Mal beteiligte sich die Bruderschaft an einem Fastnachtszug mit einem Prunkwagen.

 

In den Jahren des 1. Weltkriegs wurde über die Hälfte der Mitglieder eingezogen. Dank des Präsidenten Hennes setzten die Schützen in den Kriegs- und Besatzungsjahren ihre Arbeit fort. In diesen Jahren wurde er von Pfarrer Bergene bestens unterstützt. Leider wurde die Zahl der Mitglieder immer kleiner (bedingt durch Austritt untreuer Schützen). Nach 1922 nahm die Zahl der Schützen wieder zu.

 

1924 kam die Rentenmark und die Schützen mußten ganz von vorne anfangen. Mit der Rentenmark kam auch ein Aufschwung in die Bruderschaft. Jedes neue Mitglied mußte 10 Mark Eintrittsgeld zahlen und jeder Schütze mußte bis zum Schützenfest eine Uniform besitzen. Leider verstarb Herr Protektor S.D. Fürst Salm. Auf Anregung unseres Präsidenten wurde aus Silbermünzen der Vorkriegszeit eine neue Königskette gefertigt. Auch begann man mit dem Bau einer neuen Schützenhalle, die 1925 ihrer Bestimmung übergeben wurde.

 

 1925 war unser Vorsitzender Hennes nach 10-jähriger Tätigkeit amtsmüde und legte das Amt in die Hand von Theodor Engels. Um die Eigentumsverhältnisse zu ordnen, wurde die Gesellschaft in einen e.V. umgewandelt. Es folgten Blütenjahre der Schützen vom Vorgebirge und der Schützenbund Vorgebirge wurde gegründet.

 

1927 wurde das erste Bundesschießen veranstaltet. Die Alfterer holten sich die 1. Bundeskette.

 

1929 wurde die Viktoriahalle unser Vereinslokal. Auch wurde eine neue Fahne angeschafft, ferner wurde eine Jungschützenabteilung von 20 Jungschützen gegründet. Um das Böllerschießen zu erleichtern, kaufte man eine Böllerkanone. Unser bereits früher erworbenes Grundstück in der Fuchskaul wurde durch Ankauf einiger Parzellen vergrößert.

 

Was 1936 von der NSDAP den Schützen befohlen wurde (die kirchlichen Traditionen waren nicht erwünscht und man erwartete, daß die Schützenbruderschaft sich in eine Gilde umbenannte), machte unser Vorsitzender Theo Engels nicht mit und trat das Amt an Anton Feuser ab.

 

1941 wählte die Versammlung Peter Kreuzberg zum 1. Vorsitzenden. Es ist ihm zu verdanken, daß der Verein nach dem Krieg noch Bestand hatte. Von 43 Jungschützen waren 39 in den 2.Weltkrieg gezogen. 6 von ihnen kehrten nicht mehr heim.

 

1946 übernahm Michael Hennes die Führung des Vereins, gleichzeitig war er Bundesmeister von Bonn-Land.

 

1947 trat die 1926 gegründete St. Matthäus Schützengilde dem Schützenverein bei und seit diesem Zeitpunkt trägt der Verein den Namen St. Hubertus-Matthäus Schützenbruderschaft Alfter e. V. In den ersten Nachkriegsjahren wurde mit Pfeil und Bogen geschossen.

 

Am 08.08.1948 konnte die Bruderschaft auf ein 100-jähriges Bestehen zurückblicken von diesem Zeitpunkt normalisierte sich das Vereinswesen. Bedingt durch Vorsichtsmaßnahmen mußte jedoch der alte Schützenplatz aufgegeben werden. Nach Auflösung und Verkauf des Schützenplatzes, der fürstliches Eigentum war, stellte seine Durchlaucht der Hochmeister der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Fürst Franz-Josef zu Salm-Reifferscheidt-Dyck der Bruderschaft den Verkaufserlös zur Verfügung.

 

Im Jahre 1957 legte der langjährige Brudermeister Michael Hennes, unter dessen Führung die Bruderschaft einen Aufschwung erlebte, die Geschicke des Vereins in die Hände von Michael Cronenberg.

 

Unter seiner Leitung konnte auf eigenem Grundstück "In der Fuchskaul" mit dem Bau eines neuen Schützenplatzes begonnen werden. Durch seinen persönlichen Einsatz und unter tatkräftigem Mitwirken aller Mitglieder, konnte der Platz schon in 1958 eingeweiht werden. Danach mußte natürlich in Eigenleistung noch manche Hand bewegt werden. Nach Fertigstellung der modernen Anlage konnten damals verschiedene Sportmannschaften ihre Schießwettkämpfe mit Erfolg durchführen.

 

1960 wurde die alte Böllerkanone außer Betrieb genommen und durch neue Einzelböller ersetzt. Auch wurden die Entwässerungsanlagen auf dem Schützenplatz fertig gestellt.

 

1961 feierte unser Ehrenvorsitzender Michael Hennes sein 50-jähriges Mitgliedsjubiläum.

 

 1963 macht sich eine Flaute im Vereinsleben bemerkbar, die Dank Michael Cronenberg aber schnell überwunden wurde.

 

1963 feierte unser Mitglied Matthias Langen sein 60-jähriges Jubelfest.

 

1968 wurde auf unserer 50m-Bahn das Bezirkskönigschießen abgehalten.

 

1969 wurde die Viktoriahalle wieder unser Vereinslokal.

 

1971 legte unser Brudermeister Michael Cronenberg aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und die Versammlung ernannte ihn für seine einmaligen Verdienste zum Ehrenbrudermeister.

 

Erster Brudermeister wurde Anton Hennes. Zusätzliche Überdachungen auf dem Schützenplatz wurden erstellt. Ferner wurde der Platz an das Wasser- und Kanalsystem der Gemeinde angeschlossen.

 

 1972 stand eine Generalüberholung unseres Schützenplatzes sowie unserer Schießanlagen an, die durch sehr erfolgreiche Schießwettkämpfe unserer Sportmannschaften in den verflossenen Jahren überholungsbedürftig geworden waren. Sehr erfolgreich in den Wettkämpfen waren damals die Schützen und Jungschützen um Josef Fischbach.

 

1973 feierte die Bruderschaft ihr 125-jähriges Bestehen und Matthias Langen konnte auf eine 70-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken. Auch wurde zum ersten Mal ein Schülerprinz ausgeschossen.

 

1974 wurde unser Schützenplatz eingezäunt, das Ehrenmal neu gestaltet und unsere Böllerkanone überholt.

 

1975 kann Fritz Langen auf eine 25-jährige Hauptmannstätigkeit zurückblicken.

 

1977 mußte aus Sicherheitsgründen unser Hochstand überholt werden.

 

1979 konnten wir Dank unseres Vorsitzenden und verschiedener Mitglieder auf eine wunderschöne und nachahmenswerte Sportanlage blicken, die ab dann von Schützen, Jung- und Schülerschützen ausgiebig genutzt wurde, worauf die sportlichen Erfolge nicht ausblieben.

 

1982 wird Franz Hennes Bezirkskönig.

 

1984 nach 32 Jahren Hauptmann der Bruderschaft stellt Fritz Langen sein Amt zur Verfügung. Die Versammlung ernennt ihn zum Ehrenhauptmann. Sein Nachfolger wird Franz Hennes.

 

1985 tritt Anton Hennes als Brudermeister zurück und wird Ehrenvorsitzender. Matthias Schäfer leitet ab dann die Geschicke des Vereins.

 

1986 erwägt man für die nächsten Jahre einen großen Umbau des Schützenplatzes, ein Plan des Umbaus lag bereits vor. Die Finanzierung sollte sich aus verschiedenen Zuschüssen, Darlehen und Eigenleistungen zusammensetzen.

 

1987 übernimmt Werner Fischenich das Amt des Hauptmanns. Um das Dorfgeschehen zu beleben, veranstalteten wir ab Pfingsten ein Frühlingsfest mit Bürgervogelschießen und Kinderbelustigungen, welches sich jedes Jahr wiederholen sollte.

 

1988 wird der Ausschank auf dem Schützenplatz erweitert und einige Änderungen vorgenommen.

 

Auch in 1991 wurden auf dem Schützenplatz umfangreiche Änderungen ausgeführt. Eine große Bereicherung war die Erstellung des Kühlraumes.

 

Bedingt durch die in 1996 geänderten Satzungen ist es möglich, Frauen in geheimer Wahl in die Bruderschaft aufzunehmen.

 

1997 konnte unser Vorsitzender Matthias Schäfer zusammen mit Vorstand und Verein eine sehr schöne und moderne Sportanlage der Öffentlichkeit vorstellen. Man konnte in allen Belangen auf eine gut funktionierende Bruderschaft blicken. In den vergangenen Jahren nahm die Bruderschaft sehr am Ortsgeschehen teil, wie z.B. an Fackelzügen zu Goldhochzeiten, Vereinsjubiläen, Pfarrfeste und Fronleichnam.

 

Unter Matthias Schäfer war wieder eine steigende Tendenz in der Jugendarbeit festzustellen. Das Königsschießen am Schützenfest-Montag findet bei der Bevölkerung schon seit Jahren regen Anklang. 1997 konnte unser Schützenbruder Heinrich Nolden seine sportlichen Erfolge in den vergangenen Jahren mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft der Senioren im Luftgewehrschießen krönen und die St. Hubertus-Matthäus Schützenbruderschaft Alfter wurde durch seinen Erfolg weit über die NRW-Landesgrenze hinaus bekannt.

 

1998 Die St. Hubertus–Matthäus Schützenbruderschaft e.V. gegr. 1848 bestand nun seit 150 Jahren. Mit einer Festmesse, an der unsere Gastbruderschaften und viele Ortsvereine teilnahmen, begannen wir unseren Jubeltag. Im Verlaufe dieser Messe wurde von unserem Präses Rainald Ollig ein schmiedeeisernes Kreuz gesegnet, das später am Ehrenmal auf unserem Schützenplatz seinen Platz fand. Die Schirmherrschaft übernahm die Bürgermeisterin, Frau Dr. Bärbel Steinkämper. Zu diesem Jubiläum fand, nach einem großen Festzug, in der Kaiserhalle ein Festkommers statt. Leider war es auf Grund der großen Beteiligung nicht möglich, alle unsere Gäste im großen Saal der Kaiserhalle unterzubringen. In der Festrede unserer Schirmherrin ließ sie das Schützenwesen früher und heute, sowie unseren Wahlspruch - Glaube Sitte Heimat – sehr bildlich an uns vorbeiziehen und erntete hierfür sehr großen Applaus.

 

1999 Matthias Schäfer tritt als Vorsitzender zurück und wird von Helmut Jonas abgelöst.

Jürgen König wurde zum 2. Brudermeister gewählt.

 

Beim Bezirksschützenfest in Merten konnte die Alfterer Mannschaft zum ersten mal die Bezirkswanderkette sowie den Sportschützenpokal erringen.

 

2000 In diesem Jahr konnten zu unserem Schützenfest drei aktive Schützenmitglieder und sieben inaktive Mitglieder zu unserer Freude aufgenommen werden.

 

Des Weiteren wurden mit Unterstützung des Bezirksbrudermeisters Wilhelm Lapp Ehrungen für die Bruderschaftszugehörigkeit vorgenommen. Das waren im Einzelnen: Matthias Kronenberg für 40 Jahre, Bruno Albers für 50 Jahre und für 70 Jahre Zugehörigkeit wurden Bertram Bollig und Heinrich Vianden geehrt.

 

Auf der Versammlung zu unserem Hubertusfest standen wir vor einem Problem. Da unser amtierender König Werner Fischenich auch Hauptmann war, es aber seit jeher keinen zweiten Hauptmann gab, musste ein Stellvertreter gewählt werden. Dies wurde von zwei Bewerbern in geheimer Wahl mit Mehrheit Bernhard Merzbach.

 

2002 Anläßlich der traditionell kleinen Versammlung zu unserem Hubertusfest begrüßte unser 1. Brudermeister Helmut Jonas den Diözesanschießmeister von der Heide, den 2. Bezirksbrudermeister Gottfried Schmitz sowie den Bezirksschießmeister Willi Scheben. Diese Herren waren für die hohen Auszeichnungen nötig, die an diesem Tage verliehen wurden. Im Einzelnen: Rudi Mörsch (silbernes Verdienstkreuz), Klemens Nieß (St. Sebastianus Ehrenkreuz), Heinrich Nolden (Ehrenkreuz des Sports in Gold). Damit wurde er für seine außergewöhnlich guten sportlichen Leistungen geehrt.

 

Erstmals wurde zu Hubertus der Wanderpokal „König der Könige“ verliehen. Dieser wurde von Peter Reusch gestiftet. Die Wettbewerbsregeln sind: Alle Schützenbrüder die einmal König waren, haben mit dem Luftgewehr jeweils 5 Schuss ohne Probe abzugeben. Der beste Teiler gewinnt. Der Gewinner und damit der erste König der Könige war Matthias Schäfer.

 

2003 haben sich nach Jahren der Enthaltsamkeit einige Schützen zusammengetan um als Gruppe im Alfterer Karnevalszug mit zu gehen. Das Motto lautete: Die süßen Schnecken vom Schützenhaus. Die Alfterer Jecken, insbesondere aber die süßen Schnecken Claudia und Heinz, Gabi und Bernhard, Gertrude und Guido, Jürgen mit seinen Söhnen sowie Margret und Anna hatten viel Spaß.

 

Auch in diesem Jahr unterstützten unsere Schützen die Freilichtbühne Alfter wieder als Laienschauspieler. Es übten sich Jürgen und Helmut, Oliver und Wolfgang sowie Paul und Sandra.

 

2004 veranstalteten wir das 55. Bezirksschützenfest des Bundes Vorgebirge, das wir zum fünften Mal ausrichten durften. Unser Schirmherr war Fürst Simeon Graf Wolff Metternich. Es wurde somit an die Tradition seines Großvaters Franz Josef Fürst zu Salm Reifferscheidt–Dyck angeknüpft. Dieser war 1928 Gründungsmitglied und erster Hochmeister der Deutschen Schützenbruderschaften.

 

Das Fest begann am Samstag mit einem Kommersabend, an dem unser Schirmherr, die Bürgermeisterin Bärbel Steinkämper, der stellvertretende Bürgermeister Werner Jaroch sowie Bezirksbundesmeister Winand Flohr die Festreden hielten. Ein weiterer Höhepunkt war der dann folgende große Zapfenstreich, der neben dem Festzelt abgehalten wurde.

 

Der Sonntag begann traditionell mit der hl. Messe, die von unserem Bezirkspräses Dechant Rainald Ollig dieses Mal im Festzelt zelebriert wurde. Am Festzug durch unser Dorf nahmen 16 befreundete Bruderschaften und unsere Gastbruderschaft aus Pattern teil. Bei den im Anschluss folgenden Schießwettbewerben errang unsere Jugend die Bezirkskette, Oliver Meissner konnte die anderen Schießmeister auf ihre Plätze verweisen. Der neue Bezirkskönig Peter Wirtz kam allerdings aus Brenig.

 

2005 durften wir den Bezirksjungschützentag ausrichten. Ab Mittig erwarteten wir die Schüler und Jungschützen. Für ausreichend Abwechselung zwischen den Wettkämpfen war gesorgt. Es gab ein Kickerturnier, ein Quiz rund ums Schießen und andere Aktivitäten. Die Resonanz war außergewöhnlich gut. Natürlich kam das leibliche Wohl auch nicht zu kurz. Mit den Siegerehrungen klang das Fest aus.

 

Zu unserem Schützenfest wurde bei einer kurzen Versammlung eine sehr seltene Ehrung vorgenommen. Bertram Bollig und Heinrich Vianden wurden für ihre 75-jährige Mitgliedschaft geehrt.

 

2007 machte im Verlauf der Jahreshauptversammlung unser Präses Rainald Ollig den Vorschlag, daß die Schützenbruderschaft ein Wegekreuz aufstellen sollte. Dies wurde von allen anwesenden Schützen mit Begeisterung aufgenommen.

 

Im Juni feierte unser Präses sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Wir nahmen natürlich an der Jubiläumsmesse teil und standen auf dem Weg zu den anschließenden Festlichkeiten Spalier.

 

2008 Zum ersten Mal in unserer 160-jährigen Vereinsgeschichte wurde auf unserem Schützenfest der Königsvogel von einer Frau abgeschossen. Neuer Schützenkönig war nach dem 191-sten Schuss Ursula Sauer.

 

2009 Seit 161 Jahren wird im Wettkampf mit der Donnerbüchse der Schützenkönig ermittelt. Noch nie in dieser langen Zeit hat ein Schützenbruder es geschafft das dritte mal Schützenkönig und damit Schützenkaiser zu werden. In diesem Jahr wurde der Bann gebrochen. Helmut Jonas wurde der erste Schützenkaiser in unserer Vereinsgeschichte. Dieses Ereignis wurde natürlich bis spät in die Nacht gefeiert.

 

2013 Das Wegkreuz, für das die Schützen 2007 die Patenschaft übernahmen, wird an der Jacob- Reuter-Straße aufgestellt. Alle erforderlichen Arbeiten werden von den Schützen übernommen. Zur Einweihung findet eine ökumenische Feier statt.

 

2014 In diesem Jahr wurde zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Schützenliesel ausgeschossen. Unsere 1. Schützenliesel wurde Ursula Sauer.

 

2015 Die Frauen unserer Bruderschaft besuchten im März das Kreisdamenschießen in Nettekoven und zeigten dort ihr Können. Von insgesamt sechs Gewinnerinnen wurden vier Damen aus Alfter (Judith Artz, Karin Söntgen, Margret Jonas und Kirstin Fox) geehrt.

 

Ebenfalls im März fand das seit 30 Jahren bei den Bürgern beliebte traditionelle Ostereierschießen statt. Im Verlaufe dieses Nachmittages wechselten 2.200 Ostereier den Besitzer. Große Freude bereitete bei den Kindern unter 10 Jahre das elektronische Gewehr, mit dem diese unter Aufsicht ihre eigene Leistung erproben konnten.

 

Auf dem im April stattfindenden Jungschützentag in Merten wurde Raphael Lehna zum Bezirksschülerprinz gekürt.

 

2017 Im Januar fand, wie alle drei Jahre üblich, die Generalversammlung statt.  Da unser 1. Brudermeister Wolfgang Sauer aus Krankheitsgründen dieses wichtige Amt abgeben mußte, stand eine Neuwahl an. Es stellten sich zwei Bewerber zur  geheimen Wahl. Das Ergebnis zeigte ein Novum in der 169-jährigen Geschichte der Bruderschaft. Die Mehrheit, ohne Gegenstimme und Enthaltung, entschied sich für den weiblichen Bewerber Gabi Haag als 1. Brudermeister.

 

Da wir im Jahre 2018 erneut das Bezirksschützenfest ausrichten dürfen, wurden im April die ersten grundsätzlichen Maßnahmen festgelegt und vereinbart.